Was sind Galaxien?

Im Universum existieren neben der von uns bewohnten Milchstraße unzählige Galaxien, die sich in Form und Größe erheblich voneinander unterscheiden. Viele Galaxien sind mitunter so weit entfernt, dass sie sich mit den uns derzeit zur Verfügung stehenden Mitteln nicht einmal alle beobachten lassen.

Die Wissenschaft kennt aktuell eine Anzahl von Galaxien im dreistelligen Milliardenbereich

Die Wissenschaft kennt aktuell eine Anzahl von Galaxien im dreistelligen Milliardenbereich

Eine Galaxie ist eine riesige Ansammlung von Materie– im Wesentlichen Sterne, Gas, Staub und dunkle Materie –, die durch ihre eigene Gravitation zusammengehalten wird und um das gemeinsame Schwerezentrum rotiert. Nach vorherrschender Meinung befindet sich im Kern ein Schwarzes Loch, das den Ursprung der jeweiligen Galaxie bildet. Die Anzahl der Galaxien im Weltall liegt nach aktuellem Wissensstand im dreistelligen Milliardenbereich. Im Hinblick auf den Akt der Entstehung gibt es in der Wissenschaft keine Gewissheit. Jüngeren Erkenntnissen zufolge wird angenommen, dass nach Entstehung des Universums die vorhandene Materie über Jahrmillionen hinweg Gasmaterie anzog und sich im Laufe der Zeit eine gigantische Gaswolke zusammenballte. Unter dem Druck der immer stärker werdenden Gravitation stürzte diese Wolke ein und kollabierte in einem Schwarzen Loch. Dieses wiederum heizte das umliegende Gas so weit auf, dass sich in einem Verdichtungsprozess Sterne und schließlich auch Planeten bildeten. Das Entstehungsmodell dieser Urgalaxie ist auf die übrigen Galaxien übertragbar.

Am Beispiel der Milchstraße und der neben ihr bekanntesten Galaxie – der benachbarten Andromedagalaxie – lassen sich die enormen Größenunterschiede im Bereich der Galaxien aufzeigen. Während die Milchstraße mit ihren hunderttausend Lichtjahren Durchmesser schon zu den größeren Gebilden gehört, besitzt die Andromedagalaxie, auch bekannt als Anromedanebel, einen Durchmesser von einer Million Lichtjahre. Galaxien variieren darüberhinaus auch im Aussehen. Eine grobe Einteilung erfolgt anhand der anerkannten Hubble-Klassifikation. Der Klassifikation entsprechend lässt sich zunächst zwischen elliptischen Galaxien und den am häufigsten vertretenen Spiralgalaxien unterscheiden. Als eine Art Zwischenform dieser beiden fungieren die lentikulären, d.h. linsenförmigen Galaxien. Unter den Spiralgalaxien gibt es eine Unterteilung in die einfachen Spiralgalaxien und die Balkenspiralgalaxien. Mit dem Typus der irregulären Galaxien ist das Schema nach Hubble vollständig.

Jedoch gibt es weitere Erscheinungsformen, die sich nicht in das zuvor genannte System einordnen lassen. Trotz ihrer Errungenschaften steht die Kosmosforschung noch immer am Anfang und ist auf weitere Erkenntnisse durch Observation des Himmels und die entsprechende empirische Auswertung angewiesen. Mit der heutigen Technik ist es theoretisch möglich, von der Erde aus mehrere Dutzend Milliarden Galaxien zu beobachten.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*